Auf los geht's los! Oder: Warum Du Dein Training nicht dem Zufall überlassen solltest!

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Gespeichert von info@diekiste.de am Do, 15.09.2016 - 10:11

Egal ob Personal Training oder Group-Fitness, Alleingänger im Fitnessstudio oder Small-Group Training: Der Einstieg muss stimmen!

Denn „wenn Du nicht erhebst, räts Du nur!“

So völlig aus dem Zusammenhang gerissen weißt Du jetzt bestimmt nicht was ich damit meine, oder? ...nun ja, der Satz klingt im englischen natürlich viel imposanter:

„If you're not assessing, you’re guessing!“

Im Endeffekt soll diese Aussage nur unterstreichen wie wichtig es ist, dass ein Trainer Dich dort abholt, wo Du gerade stehst. Sowohl körperlich als auch geistig. Oder auch anders herum betrachtet:

Egal ob Trainingsanfänger oder auch fortgeschrittener Athlet, wer sich auf ein neues Trainingsprogramm, Bewegungskonzept oder Fitnessstudio einlässt, möchte doch wissen WO er startet.

Das ist zum Glück auch der Trend der letzten Jahre: Der Fokus liegt vermehrt auf dem „Assessment“, also der Datenerhebung. Das soll jetzt nicht heißen, dass Du dauernd Daten liefern musst und Dein Fitnesstraining verkompliziert wird sodass Du Dich fühlst wie eine Ratte im Kosmetiklabor.

Zur Beruhigung hier ein Bild einer süßen Katze:

Miau

 

Und ich würde niemals behaupten, dass in Sachen Trainingssteuerung gerade das Rad neu erfunden wurde, denn die besten ihres Fachs haben schon immer eine ausführliche Anamnese durchgeführt um den Ausgangspunkt des Kunden zu bestimmen. Aber das Thema ist, wie bereits genannt, in letzter Zeit doch nochmal vermehrt in den Blickpunkt gerückt (Mensch Fabien Du wiederholst Dich...).

Aber es ist mir so wichtig: die Anamnese bildet die Basis der sportlichen Zusammenarbeit. Egal ob im Fitnessstudio oder bei einem Personal Trainer, vor der Kür kommt die Pflicht.

Also, woran erkennst Du, dass Du bei deinem Trainer gut aufgehoben bist? Er macht bei Dir eine AUSFÜHRLICHE Anamnese:

Punkt 1

Neben den grundlegenden Daten wie Geschlecht, Größe, Gewicht und Alter, wird in der Regel auch nach orthopädischen Problemen, medikamentösen (o. Ä.) Behandlungen und möglichen Prädispositionen für zum Beispiel Herz-Kreislauf Erkrankungen etc. gefragt.

Die Antworten geben in erster Linie darüber Aufschluss, ob die geplante Maßnahme, also das Training, gewisse Risiken birgt und auf welche Dinge der Trainer Rücksicht nehmen sollte. Ich bin mir sicher, dass keiner meiner Kollegen gerne erste Hilfe während der Trainingsstunde leisten möchte. Dennoch sind Vorerkrankungen, gewisse orthopädische Probleme oder die Einnahme von Medikamenten keine Ausschlusskriterien. Es ist nur toll dies vorher zu wissen ;) .

Punkt 2

Nun würde man im Personal Training noch nach den Zielen und Wünschen, dem Beruf und weiteren Lebensstilfaktoren fragen. Denn nur wenn der Trainer diese Dinge erfährt, kann er eine ganzheitliche Betreuung bieten. Sitze ich bei der Arbeit viel? Oder habe ich eine einseitige körperliche Belastung am Fließband einer großen Fabrik? Rauchen, Essgewohnheiten, dauerhafter Streß... All diese Dinge spielen in die Planung des PT herein. Schließlich ist unser Körper so komplex, dass ich seine Teile nicht getrennt betrachten kann. Psychische Probleme äußern sich gerne mal körperlich und bilden somit einen Faktor, den es in der Auswahl der Übungen, der Intensität und der Häufigkeit unbedingt zu beachten gilt.

Die meisten Fitnessstudios oder Group-Fitness Anbieter können dies natürlich nicht leisten. Für sie geht es in erster Linie darum sich rechtlich abzusichern und zu gewährleisten, dass niemand in ihrem Räumlichkeiten einen Herzinfarkt erleidet. Hierzu reicht es in der Regel aus, bei Anmeldung die unter Punkt 1 genannten Daten per Formular abzufragen. Sie haben auch überhaupt nicht die Zeit und das Personal (ACHTUNG ACHTUNG BEHAUPTUNG: und viele auch überhaupt nicht das Interesse) sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen.

Punkt 3

Neben der Theorie sollte auch die Praxis nicht zu kurz kommen.

Der letzte abschließende Punkt in einer guten Anamnese ist die Bewegungsanalyse. Ein geschulter Trainer mit ausreichend Erfahrung hat hierfür natürlich auch so ein Auge. Er kann häufig auch in einer Group-Fitness Stunde Kraft- oder Mobilitätseinschränkungen einzelner Personen feststellen und diese dann (hoffentlich) therapieren.

Natürlich nur wenn das Setting es zulässt, schließlich gibt es auch hier häufig zeitliche Einschränkungen oder andere Hinderungsgründe die eine individuelle Betreuung nicht zulassen.

Aber zurück zum Thema: Ein guter Trainer wird Dich zu Anfang eures gemeinsamen Weges ein paar grundlegende Bewegungsmuster praktizieren lassen um zum Einen zu sehen, ob Du Körpergefühl und Körperspannung besitzt, und zum Anderen herauszufinden in welchen Gelenken Bewegungseinschränkungen herrschen und welche Strukturen die Bewegung behindern.

Hier geht es dann quasi um die B-Note.

Mit geschultem Auge lassen sich dann, wie bereits gesagt, Dysbalancen, Verspannungen, fehlende Kraft oder „Range of Motion“ (Bewegungsausmaß) erkennen. Darüber hinaus gibt es ein paar tolle Hilfs-Tools die weitere Werte ausspucken. Jeder Physiotherapeut wird Dir wahrscheinlich mehr Test aus diesem Bereich nennen können als die Zahl Pi Stellen hat.

Photocredit: http://www.roflbot.com/

 

Auch wir in der Kiste nutzen diverse Tools um eine ausführliche Anamnese durchzuführen. Egal ob Du individuell im 1:1 Setting oder in Kleingruppen trainiert werden möchtest, wir nehmen uns die Zeit um genau zu schauen wo wir Dich abholen. Oder würdest Du ohne Navigationsgerät, Ausgangspunkt und Zieladresse in eine fremde Stadt fahren? Denn nur wenn wir wissen, wo sich Deine wichtigsten Baustellen befinden, können wir die effektivsten und individuell richtigen Maßnahmen ergreifen um Dich schnellstmöglich an Dein Ziel zu bringen. Schließlich ist das der Grundsatz unserer Arbeit: Ehrliches Training mit echten Resultaten!

Hat das was Du gerade gelesen hast Dein Interesse geweckt? Dann vereinbare jetzt Deinen persönlichen Beratungstermin!

Dein Fabien