Selbstdisziplin - Wie Du zum Dranbleiber wirst!

Di, 10.10.2017 - 16:52
Gastbeitrag

Heute darf ich euch in den Genuss eines Gastbeitrages von Sebastian Schmitz kommen lassen. Er ist begeisterter Ausdauersportler und Motivationscoach. Mit seinem Unternehmen Profitrise Sports beschäftigt er sich mit der mentalen Komponente des Sports – frei nach dem Motto #nurderkopfzählt.

Mehr von Sebastian Schmitz und Profitrise Sports könnt ihr auf www.profitrise.de und auf Facebook lesen. Es lohnt sich!

Da hat man gerade mit den letzten Sonnenstrahlen des Sommers seine Bestform erreicht und schon steht wieder die kalte Jahreszeit vor der Tür. Für viele beginnt damit die Zeit, sich etwas hängen zu lassen. Die Motivation morgens vor der Arbeit in der Dunkelheit Joggen zu gehen schwindet gegen Null und auch abends wird es wieder früher dunkel.

Außerdem ist es kalt. Sehr kalt.

Die Fitnessstudios werden wieder voller, denn nun gehen die meisten Menschen Indoor trainieren. Spaß macht das nicht, denn alle Geräte sind dauernd belegt und die Kurse brechend voll. Was tun?

Diese Ausreden sind vielleicht etwas überzogen. Aber seien wir mal ehrlich: Spätestens im Frühling des Folgejahres ärgern wir uns wieder darüber, dass wir im Winter den Sport vollkommen vernachlässigt haben. Ob es nur an den Kilos liegt, die man sich die Monate über als Wärmepolster verschaffen hat, oder ob es einfach die Tatsache ist, dass der Einstieg ins Training nach einer längeren Pause so viel schwieriger ist?!

Aber mal ganz ehrlich: Gründe für das „Dranbleiben“ gibt es eigentlich mehr als es Ausreden für das „nicht Dranbleiben“ gibt.

Ob es nun darum geht die Form über den Winter zu halten, oder generell nicht in ein Loch zu fallen. Wir sind alle irgendwie auf der Suche nach dem für uns richtigen Weg. Wie dieser aussehen kann möchte ich hier beschreiben.

„Der Erfolg trifft einen nicht unvorbereitet.“

Sebastian Kienle, Triathlet

Zunächst ist es wichtig, erst einmal zu analysieren, warum man mit dem Sport aufgehört hat. Es ist durchaus erlaubt und auch sinnvoll, nach einer anstrengenden Phase mal wieder den Kopf frei zu bekommen und ausgiebiger zu regenerieren. Je nachdem wie lange man trainiert hat, kann eine Pause von einer bis zu vier Wochen völlig in Ordnung sein. Denn sowohl unser Körper als auch unser Kopf benötigen die Erholung, um Regeneration- und Aufbausprozesse zu steuern und wieder genügend Motivation für die nächsten Wochen zu generieren. Wie lange diese Pause sein soll, kann man entweder nach eigenem Wohlbefinden abstimmen oder einen Trainer zu Rate ziehen.

Diese Pause muss nicht zwingend aus hartem Training resultieren, sondern kann auch nötig sein, wenn stressige Zeiten im Job hinter einem liegen. Denn im Gegensatz zu Profisportlern müssen wir Hobbysportler eben mit dieser zusätzlichen Belastung klarkommen. Und sie fordert unseren Körper eben zusätzlich. Ein lockeres Training kann daher sinnvoller sein, als nach einem stressigen Tag noch einmal volle Power zu geben.

Um aber auch im Alltag neben dem Beruf die notwendige Motivation für das Training und den Sport aufzubringen, gibt es viele verschiedene Tipps und Ansätze. Wichtig ist natürlich, dass man ehrlich zu einem selbst ist. Man sollte schließlich am besten wissen, ob man wirklich hart trainiert hat, der Job stressig war oder ob man vielleicht auch einfach nur faul war.

Die nachfolgenden vier Punkte möchten wir etwas genauer ansprechen, damit du die Chance hast, dranzubleiben:

1. Abwechslung!

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir gewöhnen uns schnell an unterschiedliche Gegebenheiten. Das mag am Anfang noch toll sein, weil der Körper erste Veränderungen zeigt. Wenn wir allerdings immer die gleiche Runde durch den Park laufen oder immer zum gleichen Kurs im Fitnessstudio gehen, bleiben Veränderungen aus. Das führt automatisch dazu, dass die Motivation sinkt. Also müssen wir den Körper mit neuen Reizen befeuern. So bleiben wir auch im Kopf frisch!

2. Die Frage nach dem „Warum?“. Neue Ziele!

Jeder von uns hat sein persönliches Ziel, dass er mit Sport erreichen möchte. Wenn wir wirklich fleißig waren, bekommen wir unsere Ziele auch erreicht. 5 kg weniger in 4 Wochen hören wir nur zu oft. Und was passiert, wenn dieses Ziel erreicht ist? Heißt es dann aufhören? Dranbleiben? Mit neuen Zielen werden auch neue Reize gesetzt. Man sollte seinen Körper und Geist immer weiter fordern. Es gibt so viel zu erreichen, auf das man stolz sein kann!

3. Kontinuität!

Das klingt im ersten Moment zur Abwechslung etwas widersprüchlich, ist aber genau so gemeint. Denn wie gesagt: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn wir es also schaffen, den Sport und die vielleicht neue Lebensweise in den Alltag einzubauen und zu etablieren, dann sollten wir mit dem „Dranbleiben“ doch eigentlich keine Probleme haben. Wenn Montag und Mittwoch Sport angesagt ist, legt man sich doch nicht absichtlich einen Termin dazwischen, oder? Für uns ist es doch seit Jahren oder Jahrzenten selbstverständlich, dass wir von Montag bis Freitag zur Arbeit gehen. Warum also nicht zum Sport? Können wir uns vielleicht sogar dazu disziplinieren, einfach aus Gewohnheit eine Stunde früher aufzustehen?

4. Keine Abhängigkeit von anderen!

Ja, Training mit anderen ist einfacher. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und man kann sich ja beim Training so schön unterhalten. Zusätzlich pflegt man nämlich sein soziales Leben neben dem Sport. Zwei Fliegen mit einer Klappe! Und was machst Du, wenn Dein Trainingspartner einmal nicht kann? Gehst Du oder gehst Du nicht? Hier entscheidet sich, ob Du es wirklich WILLST.

„Große Aufgaben werden nicht durch Stärke gemeistert, sondern durch Ausdauer.“

Samuel Johnson

Es ist so viel möglich, wir müssen es nur angehen und dranbleiben!

Euer Sebastian