Was hat ein Softwareupdate mit Deinem Training zu tun?

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Gespeichert von info@diekiste.de am Mi, 09.08.2017 - 10:22

Zu aller erst: Nein, ich bin nicht Opfer des gesellschaftlichen Konsums.... Und wer mich kennt, der weiß, dass ich kein Elektronik-Nerd bin.

Aber wenn ich nachrechne, habe ich dieses Jahr schon c.a. 7000,-€ für Updates ausgegeben. Nicht für mein Handy oder Tablet, nicht für Windows oder Microsoft Office, sondern für mich als Trainer, Coach und Inhaber der Kiste. Geballtes Fachwissen ist die Basis meines Jobs und demnach Eckpfeiler meines Unternehmertums. Um seine Kunden kompetent und individuell betreuen zu können, sollte ein Trainer immer geupdatet sein!

Woraus besteht das Basismodell?

Da ich ja bereits während meiner Schulzeit auf Sport als Beruf aufmerksam wurde, zieht sich das Verlangen, mir möglichst viel Fachwissen anzueignen, durch meine gesamte Laufbahn als Coach. Ich hatte das Glück eine sogenannte "Eliteschule des Sports" zu besuchen. So konnte ich in der Oberstufe den Sport-Leistungskurs belegen und erste Eindrücke davon bekommen, wie unser Bewegungsapparat funktioniert und was überhaupt Stoffwechsel bedeuted.

Das Interesse war geweckt!

Danach stand erst einmal der Zivildienst an einer Schule für Körperbehinderte an. Meiner Meinung nach ist der Zivi (oder Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilliges Soziales Jahr... nenn es wie Du willst) eines der wichitgsten Jahre für Jugendliche, denn hier hat man wirklich mal Zeit sich zu orientieren und herauszufinden was man den eigentlich möchte im Leben. Bei mir fiel dort der Entschluss etwas im Behinderten- und Rehasport Bereich zu machen. Also schwupdiwupp für das Sportstudium an der Deutschen Sporthochschule in Köln beworben. Mit ein paar Schulfreunden dann drei Monate auf den Eignungstest vorbereitet, ohne Fehler bestanden und schließlich auch noch einen Platz im Studiengang bekommen... Besser hätte es nicht laufen können?!

Pustekuchen!

Ein Kuchen den man pustet

 

Denn ich hatte das Pech Teil des ersten Bachelorstudienganges an besagter Hochschule gewesen zu sein. Das gute alte Diplom lief aus, Bachelor und Masterstudiengänge übernahmen die Unis der Republik. Man kann über den Bachelor denken was man möchte, Fakt ist aber: Die verantwortlichen an der Spoho hatten keine Ahnung wie man dieses Konzept umsetzt. Wir waren regelrecht Versuchskaninchen. Abläufe, Prozesse und die Administration mussten sich erst noch finden. Alles sehr verschult und auf drei Jahre Regelstudienzeit ausgelegt.

Schade, aber letztenendes habe ich das beste draus gemacht! In den Fächern die mich interessierten habe ich das Wissen nur so aufgesaugt, andere waren eher die Pflicht und mit dem Begriff "Zeitabsitzen" zu beschreiben. Hatten die Diplomer sicherlich auch gehabt. Dennoch: Mein Sportstudium möchte ich nicht missen, schließlich habe ich Unmengen netter und kompetenter Leute kennengelernt, hatte die Chance viele verschiedenen Sportarten auszuprobieren und darf jetzt noch nostalgisch von Studentenpartys und Freistunden in der Mensa schwärmen.

Schon fertig?

Aber den Großteil meines Wissens habe ich mir neben der Uni und in den Jahren danach angeeignet. Denn man sollte nie aufhören zu lernen, neue Dinge zu erforschen und sich weiterzuentwickeln. Sich auf dem Titel Sportwissenschaftler auszuruhen wäre fatal!

Nachdem ich bereits während des Studiums nebenbei als Übungsleiter für Reha- und Behindertensport und als Kursleiter für Präventionssport mit Kindern und jugendlichen Berufserfahrung sammeln durfte, entschied ich mich eine Fortbildung zum Ernährungsberater zu machen. Denn zu der Zeit entwickelte sich mein Tätigkeitsbereich immer mehr in richtung Fitness. Und um meinen wachsenden Kundenstamm in Sachen Personal Training und Personal-Group Training bestmöglich betreuen, die typischen Fragen während und nach dem Training beantworten, und ein ganzheitliches Angebot gewährleisten zu können schien mir das der nächst sinnvolle Schritt zu sein. Bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut! Ich zehre immer noch von dem Wissen, welches mir einer der führenden Ernährungstherapeuten im deutschsprachigen Raum, Tom Fox von der kPNI-Akademie, beigebracht hat. Er legte den Grundstein, regelmäßige Recherche und etwas Fachliteratur rundeten die Sache ab. Denn auch im Bereich Ernährung passiert sehr viel. Dauernd gibt es neue Studien, neues Wissen und neue Erkenntnisse. Ein Trainer sollte stets auf dem neuesten Stand bleiben und regelmäßig recherchieren.

Es gesellten sich noch diverse Fortbildungen im Trainingsbereich hinzu. So besuchte ich drei Workshops der renommierten Sportlerei Akademie aus München (Functional Training Basic+, Athletiktrainer A-Lizenz, Athletik Training A-Lizenz Fußball) und habe etliche Veranstaltungen bei der Workshopserie "The Camp Event" besucht. Zudem arbeitete ich die vergangenen Jahre als sportlicher Leiter bei der aerobis fitness GmbH, konnte hierbei unheimlich viel Netzwerken und verschiedenste Trainingskonzepte, Gyms und andere Trainer kennenlernen. Nebenbei war ich noch Regionalmanager für das deutschlandweit agierende Unternehmen Outdoor Gym, was dazu geführt hat, dass ich eine nicht mehr zählbare Anzahl an geleiteten Trainingsstunden aufgebaut habe.

Und damit sind wir schon bei diesem Jahr angekommen:

Im März bin ich nach Kopenhagen geflogen um mich in angewandter funktioneller Neurologie ausbilden zu lassen. Es war ein Einführungskurs des US amerikanischen Unternehmens Z-Health Performance. Der Gründer Dr. Eric Cobb ist ein absolutes Genie und hat ein Therapiekonzept entwickelt, mit welchem man seinen Kunden in nur wenigen Sekunden helfen kann schmerzfrei oder leistungsfähiger zu werden. Ich hätte es ja selbst nicht geglaubt wenn ich nicht am eigenen Körper gespürt hätte, dass es funktioniert. Vielen Dank nochmal an Lars Lienhard von Focus on Performance dass er mich auf den Weg gebracht hat.

Nunja, einmal damit in Berührung gekommen wollte ich immer mehr wissen. Somit habe ich mich direkt für die zwei nächsten Kurse angemeldet. Zack bumm 4500€ weg! Zusammen mit dem Einführungskurs und Reise-, Unterbringungs- und Verpfelgungskosten macht das locker 6000€. Aber dieses Wissen ist einfach unbezahlbar und wird früher oder später die Sicht auf Schmerz und Leistungsfähigkeit revolutionieren. Hier in der Kiste folgen wir schon länger dem Grundsatz: "Viel hilft nicht immer viel!".

In Sachen Training muss es nicht immer höher, schneller, weiter sein, sondern lieber schlauer, durchdachter und strukturierter. Natürlich ist es schön auch mal kool sich im Workout komplett abzuschießen, aber auch ohne völlige Verausgabung und höllischen Muskelkater kann man effektiv etwas getan haben. Manchmal sogar ohne auch nur eine Hantel in die Hand genommen zu haben. Probier unser Trainingskonzept aus, und lass Dich überzeugen!

Ein letzter Punkt fehlt jetzt aber noch auf der Liste: Die Ausbildung zum Kettlebell Trainer.

Diese Entscheidung fiel bei mir schon vor recht langer Zeit. Das Training mit der Kugelhantel macht mir schon seit einigen Jahren Spaß. Durch diverse einstündige Workshops bei "The Camp Event" habe ich Bock bekommen die Zertifizierung anzustreben. Denn ob einem etwas Spaß macht und ob man etwas wirklich gut kann und in der Lage ist es richtig zu vermitteln, sind meiner Meinung nach zwei verschiedene Dinge. So bin ich im vergangenen Jahr zur Nr. 1 Adresse im Rheinland, zu Pia Scherenberger nach Köln gefahren, und habe die RKC Big Six (also einen zweitägigen Workshop zu den sechs Grundübungen) besucht. Super Wochenende! Ich habe viel gelernt und mich daraufhin doch tatsächlich im Januar diesen Jahres zur offiziellen Zertifizierung angemeldet. 1000€ weg. Egal, nach dem vergangenen Wochenende kann ich sagen: es war jeden Cent wert! Nicht umsonst haben diese 3 Tage den Ruf die härteste Trainerausbildung in Deutschland zu sein! Körperlich geht man dabei wirklich an seine Grenzen. Hier bekommst Du nichts geschenkt und Du musst Dir Dein Zertifikat, anders als bei den meisten Anbietern, verdienen. Der Input ist groß und die Community einfach genial. Die Kettlebell Instruktoren der RKC unterstützen sich wirklich enorm. Ich bin froh es geschafft zu haben und Teil dieser Truppe zu sein.

Abschließend geht es mir nur darum Dich dafür zu sensibilisieren, dass ein gutes Training, Dein persönlicher Erfolg und die Betreuung, die Du dabei erfährst, maßgeblich von der Kompetenz Deines Trainers abhängen. Natürlich sind Softskills wie Empathiefähigkeit, ein offenes Ohr und Freundlichkeit ebenso wichtig, aber die Qualität der Dienstleistung leitet sich hauptsächlich von der Qualifikation der Person die sie anbietet ab. Genauso wie sich Dein Betriebssystem auf dem Handy regelmäßig updaten möchte, um Sicherheitslücken zu schließen und die Bedienbarkeit zu optimieren, sollte Dein Trainer ebenso immer auf dem neuesten Stand sein. Das lässt sich zu großen Teilen auch durch Selbststudium und Recherche bewerkstelligen, ist aber nur komplett, wenn man bei den Besten ihres Faches in die Lehre geht. Wenn es dafür dann auch noch Brief und Siegel gibt, umso besser. Wann hat Dein Trainer die letzte Fortbildung besucht?

In diesem Sinne, get functional,

Dein Fabien