Wie man Gewohnheiten beibehält.

Di, 28.04.2020 - 07:09

Werde auch Du ein "Dranbleiber" !

Fällt es dir auch manchmal schwer dich für Dinge zu begeistern ?
Und, wenn du dich begeistern konntest, fällt es schwer dranzubleiben ?

Da bist du nicht alleine mit !
Wie du zum Dranbleiber wirst, erfährst du in diesem Beitrag.


Als erstes möchte ich dir erklären, was eine Gewohnheit überhaupt ist und wieso Gewohnheiten so wichtig für unseren Alltag und unser Leben sind.

Eine Gewohnheit ist eine Verhaltensweise, die zunächst durch eine bewusste Entscheidung geleitet wird. Durch regelmäßiges Verfolgen wird dieser Prozess nahezu unbewusst.
Gewohnheiten, im englischen sogenannte „Habits“,  geben uns Sicherheit und sind energiesparend, da man nicht aktiv darüber nachdenken muss.
Dementsprechend bestehen 30 - 50% unseres Alltags aus Gewohnheitsmustern, die wir uns im Verlauf unseres Lebens aneignen. Darunter gibt es natürlich auch gewisse „bad habits“, also schlechte Gewohnheiten, wie z.B. jeden Abend die Tüte Chips vor dem Fernseher.
Bad habits, sind allerdings nur schlecht, wenn sie unser Leben bestimmen und somit schon in unserem Unterbewusstsein als Gewohnheitsmuster verankert sind. 



Worauf kommt es also an, wenn du zum Dranbleiber werden möchtest ?

Laut einer  Studie aus dem Vereinigten Königreich (vgl. Lally, Van Jaarsveld, Potts & Wardle, 2010) braucht es ca. 66 Tage um eine Gewohnheit zu verinnerlichen.

Aber letztlich geht es nur um die Wiederholbarkeit …

und somit kommen wir auch gleich zu gewissen Strategien, wie du das Dranbleiben lernen kannst !

Wir brauchen etwas auf das wir hinarbeiten -  Ein „Hauptziel“ !
Diese Zielsetzung sollte einer bestimmenden, aber dennoch motivierenden Formulierung unterliegen, beispielsweise:

„Ich werde meine Strandfigur bis zum Urlaub haben, dafür gehe ich dreimal die Woche zum Sport."

Und nicht:

„Ich muss meine Strandfigur bis zum Urlaub haben, das schaffe ich nur wenn ich dreimal die Woche zum Sport komme.“


Durch die zweite Art der Formulierung, gibt man sich selbst ein schlechtes Gefühl, wenn man es mal nicht zum Sport schafft und setzt sich somit auch immer unter Druck. 

Wo wir auch schon beim nächsten wichtigen Punkt angelangt sind:
Erfreue dich an kleinen Erfolgen und setze dir Folgeziele, die auf das Hauptziel hindeuten. 

Ein Beispiel hierfür wäre:

„Wenn ich es nicht zum Sport schaffe, dann gehe ich mindestens 10 Minuten spazieren.“

Um diese Teil - oder Folgeziele nicht aus den Augen zu verlieren, hilft es dir kleine Notizen in deinem Handy zu hinterlegen oder Post-It Zettel an Orten zu verteilen, die Du häufig besuchst.

Belohne dich selbst!

Des Weiteren kannst du die Steuerzentrale in deinem Kopf ein wenig austricksen und dich selbst konditionieren;

Kleine Belohnungen, helfen dir an einer Sache dranzubleiben. 
Vor allem bei Zielen, die keinen direkten Erfolg zeigen.

Abnehmen ist im Vergleich zu einem gelösten Puzzle, ein Prozess, der mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Das sogenannte „HAPA Modell“ (nach Schwarzer, 1992) gliedert unser Verhalten in zwei Phasen.

Die erste Phase, ist die motivationale Phase.
In dieser Phase ist man überzeugt von seinen eigenen Fähigkeiten, sollte dann aber pro-contra abwägen, ob und wie dieses Vorhaben in die jetzige Lebenssituation passt.

Ist das Ziel klar definiert ?

Wenn man dies mit sich geklärt hat, geht es in die zweite, in die volitionale Phase.
Dort sollte man, wie im oben genannten Beispiel, das „Wenn…dann…“ -Prinzip anwenden, um mögliche Ausreden zu eliminieren.
Es sollte darauf geachtet werden vom Leichten zum Schweren zu gehen. 

Nutze das SMART -Modell für die Formulierung deiner Ziele; d.h. sie sollten spezifisch (wann, wo, was) ; messbar ; attraktiv ; realistisch und terminierbar sein.

Was hilft uns noch an einer Sache dranzubleiben ?

Um deine Motivation aufrechtzuerhalten, hilft es Personen zu denen du eine emotionale Bindung hast, von deinen Vorhaben zu erzählen, sodass diese dich unterstützen können, dich bestärken und sind wir mal ehrlich, jeder von uns braucht hin und wieder auch mal einen Tritt in den Allerwertesten.
Umgib dich mit Leuten, die ähnliche Ziele verfolgen, so könnt ihr euch gegenseitig motivieren und unterstützen!

In seinem Besteller-Buch „MAKE YOUR BED  - Little things that change your life… and maybe the world“ von Ex-Navy-Soldat William H. McGraven, beschreibt der Autor wie kleine Dinge das Leben und ganz vielleicht auch die Welt verändern können.
Im Kern des Buches beschreibt er den harten Ausbildungsweg bei den Navy-Seals und sein Leben als Soldat, welches durch strikte Regelungen kontrolliert wird, welche letztlich zu Gewohnheiten werden.
McGraven sagt, dass es motiviert und guttut eine Aufgabe, auch wenn es nur eine kleine ist, wie das Bett zu machen, am Anfang des Tages erledigt zu haben, um somit größere Aufgaben anzugehen.

Aus einer kleinen Gewohnheit, werden zwei, daraus drei und letztlich bist du an dem Punkt angelangt an dem du schon immer stehen wolltest.

Viel Spaß auf deinem Weg zum „Dranbleiber“ !